Das Agentur-Modell der Zukunft: Die Fischfrikadelle.

Ich liebe St. Pauli. Weil es nichts gibt, was man dort nicht findet. Selbst die Agenturstruktur der Zukunft. Ich denke dabei aber nicht an die vielen gentrifizierten Loftbüros – im Gegenteil. Ich glaube, eine Top-Agentur muss heute sein wie eine Fischfrikadelle im Reeperbahn-Imbiss am Ende einer langen Nacht.

Nährboden und Biotop.

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Die Fischfrikadelle ist ein faszinierend lebendiges Biotop, ein idealer Nährboden für die verschiedensten Organismen und Lebensformen aus der ganzen Welt. In diesem lebendigen Miteinander blühen und gedeihen ganz natürliche Dinge jenseits aller Vorstellungskraft. Und darauf kommt’s an – eine Struktur, die Neues wachsen läßt!

Von der Werbemittel-Fabrik zum Ecosystem.

Eine moderne Agentur muss zum vielfältigen Ecosystem werden, das in allen Bereichen zu neuen Lösungen inspiriert. Wenn du dich als Agentur nur als zuverlässige Werbemittel-Fabrik verstehst, reicht ein Ecosystem aus Kreativen, Beratern und Produktionern. Und die Inspiration kommt meist aus den ADC-Büchern der letzten Jahre. Das mag heute noch für viele Kunden reichen. Aber nicht mehr lange.

Die klassischen Agenturstrukturen hinken den Anforderungen der heutigen Kundenrealität um 20 Jahre hinterher.

Zuverlässig, serviceorientiert, und am Telefon ganz nett zu sein, ist inzwischen (leider) ein Hygiene-Faktor. Nicht bei allen Agenturen – aber bei den guten. Und davon gibt’s ja inzwischen eine ganze Menge.

Entscheidender Mehrwert heute: Inspiration und Innovation.

Das entscheidende Leistungsmerkmal einer Agentur liegt – meiner Überzeugung nach – darin, der heutigen Generation der Hybrid-Marketeers im Spannungsfeld zwischen Markendenke, Technologie und Big Data einen echten Mehrwert zu bieten. Das kann im Kern nur Inspiration und Innovation sein. Dann muss auch das Umfeld maximal darauf ausgerichtet sein. Jede Agentur muss ihren eigenen Weg finden, aus ihren Möglichkeiten das beste zu machen. Es gibt kein allgemeines Patentrezept.

Unser Ansatz: Aus indidivduellen Co-working Modellen wird eine übergreifende Co-inspiration-Kultur.

Unsere Offices in Hamburg, Stuttgart und Berlin sind offen für alles und jeden, das spannend ist und Inspirations-Potenzial bietet. Aus Co-working Modellen wird eine Co-inspiration-Kultur. Wir arbeiten neben und mit Journalisten, Dokumentarfilmern, Bildhauern, Architekten, Produktentwicklern, CGI, DJs, Marktforschern, Vertrieblern, … Wir sprechen jeden Tag miteinander – aus echtem gegenseitigen Interesse. Ein gelebtes kreatives Ecosystem zur gegenseitigen Inspiration.

Spitzen IT-Technologen brauchen eine ganz eigene Kultur.

Eine wichtige Erkenntnis aus der Praxis: Es gibt eine besondere Spezies, die ein eigenes Ecosystem braucht, um sich maximal wohlzufühlen und Spitzenleistungen zu bringen: IT-Technologen. Das Klischee stimmt am Ende oftmals dann doch. Technologie ist immens wichtig. Schon von Anfang an. Deshalb müssen Kreative und Technologen zusammenarbeiten. Aber man sollte sie nicht in ein gemeinsames Office zusammmenstecken, wenn man möchte, dass sich beide optimal wohl fühlen und damit auch Top-Performance bringen.

Kreation und IT: Integrativ arbeiten – aber jeder in seinem optimalen Biotop mit Artgenossen und dem richtigen Klima.

Nichtsdestotrotz versuchen immer noch viele Agenturen Kommunikation und Technologie unter einem Dach zu vereinen. Vordergründig klingt das nach optimaler Zusammenarbeit – in der Realität verdammt eine solche Struktur beidseitig zur Mittelmäßigkeit, weil die integrierte Lösung keinem der individuellen Kultur-Bedürfnisse wirklich gerecht wird.

Weiter geht’s!

So ein kreatives Ecosystem aufzubauen, ist eine spannende Aufgabe. Und wir sind längst noch nicht damit fertig. Die Tür ist offen! Wir suchen noch Trendforscher, Kulturwissenschaftler, Yogalehrer und alles andere, was zusammen eine inspirierende Fischfrikadelle ausmacht.