Technologie ist das LSD des neuen Marketings.

Die rasend voranschreitende Digitalisierung des Markenerlebnisses ist die größte Herausforderung der letzten 30 Jahre für die Branche. Aber auch die größte Chance. Viele Agenturen und Marketeers sehen die neuen Technologien als neue Werkzeuge zu klassischen Zwecken. Ich sehe das anders. Technologie ist das neue LSD des Marketings. Sie erweitert das Bewusstsein!

Technologie ist nicht nur Erfüllungsgehilfe.

Das neue Marketing wird geprägt von einem Dreiklang aus klassischer Markendenke, ergänzt um Technologie und Big Data. Dabei kommt die Technologie nicht am Ende des strategischen Prozesses, in der Rolle des Werkzeugs zur Umsetzung oder Effizienzsteigerung. Sondern am Anfang – als Quelle der Inspiration.

Neue technische Möglichkeiten eröffnen neue strategische Optionen. Wer sich nicht von neuen Technologien inspirieren lässt, verpasst die Chance für grundlegende Innovationen und neue Markenerlebnisse.

Die IT ist nicht nur Erfüllungsgehilfe für den klassischen Marketeer. In einer solchen Struktur bekommt er zwar was er fordert – aber auch nicht mehr. Das Marketing will schnellere Pferde. Die IT-Abteilung gibt ihnen schnellere Pferde. Das Auto wird nie erfunden.

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Gesucht: Hybrid-Marketeers.

Die zentrale Frage: Wie bringt man die PS der neuen Technologien auf die Straße? Von der Theorie in die Praxis. In großen amerikanischen Konzernen wird schon strukturell umgebaut. Aus dem klassischen Marketing Officer wird der „Marketing Technologist“ – ein Hybrid aus Marketing und IT. Die Erfahrung zeigt: USA ist Deutschland 2-3 Jahre voraus. Der Countdown läuft.

Was also machen – hier und heute?

  • Option A: Interne Lösung. Auf dem derzeitigen Personalmarkt in der notwendigen Qualität für kaum ein Unternehmen realisierbar.
  • Option B: Externe Lösungen. Hier kommen wir wieder als Agenturen ins Spiel. Aber in einer neuen Rolle.

Überspitzt formuliert: Von der Werbemittelfabrik hin zum Inspirator und Impulsgeber für Markenerlebnisse, Innovationen und Business-Modellen.

Auch hier reicht nicht nur der gute Wille. Man braucht das Know-how – sprich die besten Technologie-Scouts – und die optimalen Strukturen und Kulturen. Diesen Anforderungen müssen wir Agenturen uns alle stellen.

Denn ich bin fest davon überzeugt: Technologie-Kompetenz ist tatsächlich Game-changer – nicht nur eine neue Sau, die mit viel Getöse durch’s Dorf getrieben wird.

Kurz gesagt:

Jede Agentur ist nur so gut wie ihre Technologie-Boutique.
Aber Technologie-Boutiquen sind nicht die neuen Agenturen.